
Der Verein „Frauenstudien und -forschungen“ (FSF) ist eine unabhängige, überparteiliche Organisation, die sich mit der Erforschung, Analyse, Förderung und Verbesserung der gesellschaftlichen Stellung von Frauen befasst.
Vorsitzende des Vereins: Dr. Margareta Bašaragin
VEREIN „FRAUENSTUDIEN UND -FORSCHUNGEN“
Novi Sad (1997 - 2020)
Die jahrzehntelange Arbeit des Vereins „Frauenstudien und -forschungen“ ist Anlass für uns, die Kontinuität unserer Bemühung um die Herstellung und Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Vojvodina aufzuzeigen. Wir weisen auf unsere Vorläuferinnen hin – gutmütige, tapfere, kluge und hartnäckige Frauen, die unsere Gegenwart gebildet haben. Es ist unsere Pflicht, uns in unserer Zeit um sie zu kümmern und an sie zu erinnern, und unsere Nachfolgerinnen würden es schätzen wissen. Die Kontinuität innerhalb der Gesellschaft sowie innerhalb unserer Frauenbewegung ist wichtig und wir sollten diese Tradition der Beständigkeit weiterführen.
Die FSF haben wir 1997 als Hochschul- und Bildungsprogramm über Frauen und für Frauen (und Männer) gegründet. Damals war es ein alternatives akademisches Programm. Wir haben die gesellschaftliche Stellung von Frauen verändert, indem wir ein alternatives Hochschulprogramm über Frauen und für Frauen in die reguläre Hochschulbildung an der Universität zu Novi Sad „eingebettet“ haben, und zwar am Zentrum für Geschlechterforschung innerhalb der Assoziation der Zentren für multidisziplinäre und interdisziplinäre Forschungen (ACIMSI) (vom akademischen Jahr 2004/05 bis zum 31. Januar 2020).
In der FSF haben ungefähr 1000 Frauen das zweijährige Programm durchlaufen und 150 Frauen und 3 Männer haben Zertifikate erhalten. Die FSF war und ist der Treffpunkt neuer Ideen, innovativer Aktionen und Bewerkstelligungen. Manche von unseren ehemaligen Programmteilnehmerinnen arbeiten heute an verschiedenen Institutionen und für Organisationen, in denen sie dieses spezifische Wissen anwenden können. Die FSF ist heute die Basis des Netzwerks von Frauenorganisationen in Novi Sad und wir gehören zum Frauenstudien-Netzwerk in Serbien. Hier entstehen viele Ideen zur Gleichstellung; ein gut durchdachtes Programm an Veränderungen, das sich an die Zivilgesellschaft richtet. In diesem Teil nähern wir uns unseren Vorläuferinnen an, die sich seit zweihundert Jahren für die gleichen Ziele eingesetzt haben. Jetzt können Frauen über Frauen aus der Vergangenheit erfahren und von ihnen lernen, was als Form der kontinuierlichen Verbindung mit unseren Vorläuferinnen bisher nicht möglich war.
Ein alternatives interdisziplinäres Hochschulprogramm, entstanden aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative, wurde nach zehn Jahren an der Universität institutionalisiert, wodurch unsere Mission jedoch nur scheinbar in Erfüllung gegangen ist. Anfang 2020 wurde unser Hochschulprogramm an der Universität Novi Sad vorübergehend eingestellt, so dass uns aufs Neue ein sehr aktives Voranschreiten im Rahmen der Hochschulbildung von Frauen bevorsteht, wenn auch unter neuen politischen und wissenschaftlichen Umständen.
Das Bildungsprogramm stellt nur ein Teil der vielfältigen Aktivitäten der FSF dar. Was die FSF von anderen Frauenstudien im Land unterscheidet, ist die Forschungsarbeit an den Projekten: Lebensgeschichten von Frauen aus Vojvodina und Feministische Theologie. Die Beiträge der FSF zum Projekt Namhafte Frauen aus Novi Sad wurden für mehrere andere Einzelaktivitäten verwendet. Die Projektergebnisse wurden als Bücher veröffentlicht.
Professorin Emerita Svenka Savić
Subotica (2020-danas)
Die FSF stellt ein interdisziplinäres alternatives Hochschulbildungsprogramm dar, das die Lehre, die Forschung, die Publikationen und die Dokumentation über Frauen in einem einzigartigen Programm für Frauen (und Männer) vereint.
Das Ziel der Tätigkeit der FSF ist die Verbesserung der Stellung von Frauen aus verschiedenen nationalen Gemeinschaften in Vojvodina, mit besonderem Augenmerk auf Frauen mit geringerer gesellschaftlicher Macht.
In der FSF bestehen bis heute vier grundlegende Programme: das Bildungsprogramm, das wissenschaftliche Forschungsprogramm, das Verlagsprogramm und das Dokumentationszentrum. Das wissenschaftliche Forschungsprogramm umfasst langfristige Projekte wie Lebensgeschichten von Frauen aus der Vojvodina, Namhafte Frauen (aus Novi Sad), feministische Theologie, feministische Linguistik, die Schule der Romologie, Gender und Spiel sowie zahlreiche kurzfristige Projekte. Die Forschungsergebnisse wurden gesammelt und der Öffentlichkeit in Form von Büchern präsentiert – insgesamt 53 Publikationen in den 25 Jahren der Tätigkeit (1997–2024).
Das Dokumentationszentrum umfasst Audio- und Druckmaterialien (Bücher, Zeitungsartikel, Transkripte, Audioaufnahmen u. ä.), die zusammen mit den Publikationen die Grundlage für die Bildungsarbeit bilden.
Im Februar 2020 gründete die FSF eine Zweigstelle in Subotica als Ausdruck der Zusammenarbeit im Rahmen eines alternativen Hochschulbildungs- und Forschungsprogramms über Frauen und für Frauen. Die Zweigstelle wird von Dr. Margareta Bašaragin geleitet.
Im Januar 2025 wurde auf der Mitgliederversammlung der FSF der Beschluss gefasst, den Sitz des Vereins nach Subotica zu verlegen und Margareta Bašaragin zur gesetzlichen Vertreterin zu ernennen. Damit wurde die Kontinuität der Existenz des Zentrums für Frauenstudien gesichert.
Dr. Margareta Bašaragin
GRUNDPRINZIPIEN UND WERTE DER FRAUENSTUDIEN UND -FORSCHUNGEN (FSF)
Wie wir arbeiten und wofür wir uns einsetzen
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Achtung von Menschenrechten
Die FSF erkennt die angeborene Würde jeder Person an und unterstützt gefährdete Einzelpersonen und Gemeinschaften in ihrem Streben nach einer Zukunft, die Frauen und Männern würdig ist – in einer Gesellschaft, in der Menschenrechte, Nichtdiskriminierung, Gleichheit sowie die gleiche individuelle und gesellschaftliche Chancen für alle geachtet werden, unter Anerkennung ihrer Vielfalt. -
Geschlechtergerechtigkeit
Die FSF setzt sich für gleiche Rechte und Chancen für Frauen und Männer ein und betrachten dies als Voraussetzung für den kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und allgemeinen Fortschritt der Gemeinschaft.
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Verwendung von geschlechtergerechter Sprache
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Förderung von Solidarität und Schwesternschaft
Die FSF engagiert sich für Solidarität und soziale Gerechtigkeit sowie dafür, dass von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohte Personen stärker an Entscheidungen beteiligt werden, die ihr Leben, ihren Lebensstandard und ihr allgemeines Wohlbefinden betreffen. Solidarität, Vernetzung und Inklusion sollen zur Überwindung gesellschaftlicher Probleme und zu einem würdevollen Leben für alle beitragen.
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Beitrag zur Frauengeschichte und zur Geschichte für Frauen
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Partnerschaft, Partizipation und Teamarbeit
Die FSF setzt sich für einen kontinuierlichen Dialog und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ein, für die Einbindung und Vernetzung von Frauenorganisationen und aller relevanten Akteur*innen in allen Bereichen ihrer Tätigkeit. In Übereinstimmung mit diesem Prinzip unterstützt die FSF die Beteiligung aller Bürger*innen an Entscheidungsprozessen, die ihr Leben und das Leben ihrer Gemeinschaft betreffen. Sie sind der Überzeugung, dass die Entwicklung einer stabilen und solidarischen Gesellschaft das Ergebnis inklusiver und partizipativer Prozesse ist – mit einem menschenzentrierten, geschlechtergerechten Ansatz, durch Vernetzung und durch die Arbeit am Aufbau einer aktiven Zivilgesellschaft. -
Interkultureller Dialog
Die FSF setzt sich für die Entwicklung dynamischer und interaktiver Beziehungen zwischen Gruppen unterschiedlicher Kulturen ein. Zudem fördert sie einen offenen und respektvollen Meinungsaustausch zwischen Einzelpersonen und Gruppen mit unterschiedlicher ethnischer, kultureller, religiöser und sprachlicher Herkunft und Tradition – auf der Grundlage gegenseitigen Verständnisses und Respekts. -
Transparenz, Verantwortung und Effizienz bei der Tätigkeit
In allen Bereichen ihrer Tätigkeit engagiert sich die FSF für den höchsten Standard in Bezug auf Effizienz, Qualität, Flexibilität, Transparenz und Offenheit sowie für Verantwortung und ethisches Handeln gegenüber allen beteiligten Personen. Die FSF erreicht dies durch eine angemessene und rationale Nutzung der verfügbaren Ressourcen, Investitionen in deren Entwicklung sowie die Bereitschaft zu lernen und sich im Einklang mit den Anforderungen ihres Umfeldes weiterzuentwickeln. -
Nachhaltige Entwicklung
Die FSF unterstützt die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen sozialen, wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Faktoren, um den Reichtum und die Ressourcen unseres Planeten für zukünftige Generationen zu bewahren.
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